silvercore phono 1

Die ersten Platinen der “silvercore phono 1″ spielen im Breadboard. In gemeinsamer Entwicklung mit Stefan Götze von der Firma GECOM haben wir da was Nettes auf die Beine gestellt.

Das Schaltbild ist theoretisch recht einfach. Ein Eingangsübertrager verstärkt das kleine Signal des MC Tonabnehmers um den Faktor 10 und gibt es an eine steile Eingangsröhre, hier eine Siemens E280F oder auch die E180F die als Triode geschaltet eine Verstärkung von etwa 100 draufsetzt. Von dieser Verstärkung büßen wir ein wenig für das nachfolgende “RIAA Filter” ein, welches das auf der Plattenrille verfälschte Signal zum Wohlklang verbiegt. Eine letzte Puffer-Röhrenstufe mit der Mullard E188CC gibt es dann über den einzigen im Signalweg zu findenden Kondensator als vollwertiges Line Signal heraus.

So einfach wie sich das Schema darstellt, ist sie dann doch in der praktischen Umsetzung nicht geworden.

Die Röhren bekommen eine extrem aufwändig geregelte Stromversorgung, allein die nachgeschalteten Rifa-Kondensatoren haben die Kapazität von 2200µF bei voller Anodenspannung.

Alle Röhren sind über eine eigene Konstantstromquelle als Arbeitswiderstand entkoppelt, diese Aufgabe übernehmen insgesamt 12 gekühlte Transistoren, allesamt selektiert und von Hand abgeglichen.

Die Vorröhre ist zur themischen Stabilisierung in einen Kamin aus Kupferblech verfrachtet der nebenbei den Geräuschspannungsabstand auf ein Minimum reduziert.

Die RIAA Spulen wollte ich ursprünglich, wie Tango das macht, in 600Ohm wickeln. Die 600Ohm stellen jedoch für Röhren einen sehr geringen Lastwiderstand dar der die Röhren unnötig ausbremst. Idealerweise arbeiten Vorröhren hoher Verstärkung am liebsten an 10K aufwärts, sodaß die eigens von mir entwickelte LCR der Röhre einen Widerstand von 15k und damit genug Luft zum Atmen entgegensetzt. Der Preis sind dann vier auf Faustgröße (meines kleinen Sohnes Xavi) gewachsene Spulen, die obendrein in Silberlegat oder Reinsilber gewickelt werden wollen. Die addieren sich dann mit den eingesetzten “silvercore mc-pro” Übertragern zu veritablen Edelmetall-Mengen.

Die Messwerte sind sehr überzeugend, 69dB Rauschabstand, 0,05dB Kanalgleichheit und auf 0,1dB getrimmte RIAA-Kurve. Klasse Job, Stefan! Ich geniesse den Klang noch eine Weile, dann mach ich mich ans Gehäusedesign.

 

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