Die silvercore Hörner im Aufbau

horn 022Was mache ich in den Sommerferien? Keinesfalls löten, keine Verstärker bauen, sondern mal wieder einen Lautsprecher bauen. …bin nun mal ein Holzwurm…

Angefangen hat das Ganze mit einer kleinen Zeichnung im Maßstab 1:5 auf Din A4:

horn 001Ich hab schon viel Literatur zu Hörnern gelesen. Da erklären mehr oder weniger hochbegabte Wissenschaftler dem staunenden Laien etwas von Exponentialfunktion und Hornkonstante, rechnen mit unsäglichem Formelwerk, auf daß ja keiner auf die Idee kommt ein Horn selbst zu berechnen. Alles Bullshit.

Ein Horn ist nix anderes als ein Trichter der alle paar cm seine Fläche verdoppelt. Die Verdoppelung der Fläche ist die Exponentialfunktion, wie schnell das geschieht ist die  Hornkonstante. Je länger ein Horn ist, desto tiefer kann das Horn abstrahlen. Ein Hochtonhorn verdoppelt sich alle 5 bis 15cm, ein Fullrangehorn alle 30 bis 50cm. Das hängt damit zusammen, daß tiefe Töne längere Schallwellen haben und diese idealerweise  komplett ins Horn passen sollten.

Western Electric hat bereits 1920 Hörner gebaut die alle 30cm (praktischerweise ein englischer Fuss) die Fläche verdoppeln. Ein so gebautes Horn mit 1m x 1m wird also etwa 340cm lang und spielt unter 100Hz noch mit vollem Schallpegel.

Ein quadratisches Horn lässt sich so einfach konstruieren, weshalb ich empfehle erst einmal damit anzufangen. Ein rechteckiger Hornverlauf der gebogen auf einen quadratischen zuläuft, ist ein wenig komplizierter, aber auch kein Hexenwerk.

 

Auf den hölzernen Hornmund habe ich Bronzeguss-Adapter für die Western Electric WE555 Treiber montiert.

horn 023Das Horn spielt ab etwa 70Hz, ein Subwoofer ist also angesagt aber nicht unbedingt notwendig, den Hochtonpart ab 4kHz übernimmt ein Western Electric WE597.

“start your engine, do not forget your seatbelt!”

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